Vom Klima-Notstand der Welt // Dr. Braun, Hasenkamp, Pizzar, Dr. Mannah: „Warum Menschen vor dem Klima fliehen?!“

24.02.2022|

Kurztext: In den nächsten 30 Jahren werden rd. 220 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen müssen – zumeist innerhalb ihrer Länder. Extremwetterereignisse wie Dürren, Wassermangel, Stürme oder Überschwemmungen zwingen Menschen vielerorts in die Flucht. Doch die sich verstärkenden Katastrophen und ihre „Klimaflucht-Folgen“ werden von uns in den Industrieländern weitgehend ignoriert und vor allem mit Abschottung beantwortet. Wir wollen in dieser PtP-Veranstaltung mit einer Vertreterin der Deutschen KlimaStiftung, Klimahaus Bremerhaven, zusammen mit Expert:innen der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, der Evangel-Luth. Nordkirche Hamburg und einem Referenten aus Haiti im Projekt „KlimaGesichter“ die (Rechts-) Lage von sog. „Klimaflüchtlingen“ im Kontext einer klimainduzierten Migration und globaler Klimagerechtigkeit diskutieren.

Vom Klimanotstand der Welt // Dr. Daniel Klein & Luisa Neubauer: „Jahrzehnt der Klimaklagen? Gerichtliche Klimaverfahren – ein Überblick“

27.01.2022|

Weltweit nehmen „Klimaklagen“ vor nationalen und internationalen Gerichten zu, weil sich immer mehr betroffene Menschen mit den ungezählten Versprechungen aus „der Politik“ und dem Fehlen wirksamer und entschiedener Klimaschutzmaßnahmen nicht länger abfinden wollen. Es häufen sich Gerichtsverfahren und -urteile, #climatejustice ist das Stichwort seitens der „Lawyers For Future“, „Gerichte als Klimaschützer“ heißt es schon in manchen juristischen Fachblättern. Ein peruanischer Bauer gegen RWE; elf Familien vom Polarkreis bis zum Äquator gegen die EU; 33 Kinder aus Portugal wegen Nicht-Einhaltung der EU-Menschenrechtskonvention; erfolgreiche Klage gegen Shell wegen deren Erdgas-Förderung... Ein politisch bewerteter Überblick – ausdrücklich auch für Nicht-Jurist:innen.

Vom Klima-Notstand der Welt // Markus Raschke: „11 Familien, ein Jugendverband – 3 Kontinente – 1 Klage: Was treibt Menschen, für das Klima zu klagen?“

13.01.2022|

Weltweit nehmen „Klimaklagen“ vor nationalen und internationalen Gerichten zu, weil betroffene Menschen nicht mehr den ungezählten Versprechungen aus „der Politik“ vertrauen und vertrauen können. Eine solche ist der People ́s Climate Case vor dem Europäischen Gerichtshof gegen den Rat der Europäischen Union und ihrer Regierungen und das EU-Parlament wegen klimapolitisch unzureichenden Vorgehens; angestrengt von elf Familien und einem Jugendverband. Der Referent, Markus Raschke, hat die Betroffenen von Nord-Schweden, Deutschland bis in die nordkenianische Steppe besucht und berichtet eindrücklich mit vielen Bildern, vom Kampf gegen die Auswirkungen der Klimakrise vor Ort.

Christian Hierneis: „Auswirkungen unserer Ernährungsweise auf Klima und Umwelt“

28.10.2021|

Unsere Ernährungsweise hat schlimme Auswirkungen auf Umwelt und Lebensgrundlagen, weltweit: Wir importieren Lebens- und Produktionsmittel global, nur weil es billiger ist, ohne Rücksicht auf die Produktion vor Ort: Dort kommt es zu massiven Naturzerstörungen mit Artenverlust und Klima-Folgen. Die Bundesregierung hat eine neue Aufteilung der milliardenschweren Subventionen für Landwirtschaft und Lebensmittel-verarbeitender Unternehmen beschlossen: Ab 2023 sollen bis 25% für „Umweltdienstleitungen“ genutzt werden, statt nach Flächen-Größe. „Systemwechsel“?

Gunnar Braun: „Unsere Lebensgrundlage Wasser – wie stellen wir sie sicher?“

26.10.2021|

Nitrat im Trinkwasser, Klimakrise-Dürren: Immer mehr Wasserwerke können die erforderliche Trinkwasser- Mindestqualität nicht mehr herstellen: Belastungen des Grundwassers aus Industrie, Verkehr, Landwirtschaft; die Klimakrise mit deutlich zunehmenden Trocken-Perioden. Wo Wasser zum globalen „Produkt“ und Fläche zur „Ressource“ verkommt, findet ein natürlicher Wasserkreislauf nicht mehr statt. Wie will Deutschland eine gesunde Grundwasserversorgung langfristig sichern? Zum Schutz unserer „Lebensgrundlage Wasser“?

Dorle Gothe: „Regionale Landwirtschaft und Bio-Wertschöpfungsketten“

18.10.2021|

„Regionalwert“: Bundesweites Netzwerk von regional, fair, nachhaltig, klimafreundlich Lebensmittel erzeugenden landwirtschaftlichen Betrieben, Händlern, Vermarktern...Kurze, ressourcensparende, transparente Liefer- und Verarbeitungsketten, Kreislaufwirtschaft, tiergerechte Tierhaltung, Erhalt der Artenvielfalt und Bodenvielfalt, Einsatz samenfester Sorten, regionale Züchtung... sind Bestandteile des Konzepts, Erhöhung der regionalen Wertschöpfung: „Gut für Mensch, Tier und Umwelt“. Kombiniert mit der Möglichkeit, sich finanziell zu beteiligen...

Dr. Tobias Gaugler & Amelie Michalke: „Wieviel kostet 1kg Rindfleisch, wieviel kosten unsere Lebensmittel wirklich?“

14.10.2021|

„Externe“ Kosten: Solche, die nicht auf dem Preisschild stehen, aber trotzdem getragen werden müssen: Für negative Klima-, Umwelt- und Gesundheitsfolgen von Lebensmitteln kommen weder Landwirtschaft noch Konsumenten auf: Z.B. Produkte aus konventioneller Nutztierhaltung müssten deutlich mehr kosten, der Ladenpreis von Milchprodukten um +30%, von Bio-Produkten um +10% – wenn der Ausstoß von Treibhausgas- Emissionen und der Einsatz von Dünger mitgerechnet würden. Die ausgezeichneten Preise im Laden sagen also nicht die Wahrheit. Höhere Preise und ein zweites Preisschild?

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