Präzedenzfälle: Protect the Planet gibt neue Ausgabe der „politischen ökologie“ mit heraus

Wie kann das Rechtssystem zum Motor für mehr Klima- und Umweltschutz werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die neue Ausgabe der Fachzeitschrift politische ökologie zum Thema „Präzedenzfälle“, die Protect the Planet gemeinsam mit dem oekom Verlag herausgegeben hat. Die Publikation beleuchtet die Möglichkeiten, Erfolge und Grenzen strategischer Umwelt- und Klimaklagen – und zeigt, warum das Recht ein entscheidender Hebel für gesellschaftliche Veränderung sein kann.

Das Recht als Hebel im Kampf gegen die Klimakrise

Wenn politische Entscheidungen hinter den Erfordernissen des Klima- und Umweltschutzes zurückbleiben, Gesetze nicht ausreichend umgesetzt werden oder wirtschaftliche Interessen den Schutz unserer Lebensgrundlagen verdrängen, kann der Rechtsweg neue Möglichkeiten eröffnen. Strategische Klagen zielen dabei nicht allein darauf ab, einen einzelnen Konflikt zu lösen. Sie können Grundsatzentscheidungen anstoßen, staatliche und unternehmerische Verantwortung konkretisieren und wichtige Impulse für politische Veränderungen setzen.

Protect the Planet sieht das Rechtssystem deshalb als einen der größten Hebel im Kampf gegen die Klimakrise. Rechtliche Verpflichtungen müssen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch durchgesetzt werden. Mit strategischen Klagen unterstützen wir diesen Anspruch und setzen uns dafür ein, dass Regierungen und Unternehmen für die Einhaltung ihrer Klima- und Umweltschutzpflichten Verantwortung übernehmen.

Mit der neuen Ausgabe der politischen ökologie wollen wir die Bedeutung dieses Ansatzes sichtbar machen, Wissen teilen und die Auseinandersetzung darüber stärken, wie juristische Erfolge zu tatsächlichen Veränderungen beitragen können.

„Das Recht als Hebel nutzen“

Wir freuen uns demnach sehr, dass wir mit unserem Beitrag „Das Recht als Hebel nutzen – Vor Gericht für Umwelt- und Klimaschutz“ von unseren Mitarbeiter*innen Fenya Kirst und Markus Raschke den inhaltlichen Auftakt zur Ausgabe liefern konnten. Sie beleuchten die Rolle strategischer Umwelt- und Klimaklagen und die Frage, wie Gerichte zu Schauplätzen gesellschaftlicher Transformation werden können. Fenya Kirst widmet sich darüber hinaus in ihrem Impulsbeitrag „Gemeinsam vor Gericht“ dem Thema Netzwerke für strategische Klagen: Erfolgreiche Verfahren entstehen häufig durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Akteur*innen, die ihre Expertise, Ressourcen und Erfahrungen bündeln.

Die Ausgabe versammelt Beiträge zahlreicher Fachleute aus Wissenschaft, Recht und Zivilgesellschaft. Sie behandeln unter anderem Klimahaftung und Unternehmensverantwortung, Luftreinhaltung, Umweltverfassungsklagen, europäische Rechtswege und den möglichen Straftatbestand Ökozid. So entsteht ein vielseitiger Einblick in die Möglichkeiten, aber auch in die Herausforderungen strategischer Klagen für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Gemeinsam für wirksamen Klima- und Umweltschutz

Unser Dank gilt dem oekom Verlag für die gute und engagierte Zusammenarbeit sowie allen Autor*innen, die ihre Expertise und Perspektiven in diese Ausgabe eingebracht haben.

Die Ausgabe „Präzedenzfälle“ der politischen ökologie ist seit Oktober 2026 beim oekom Verlag hier erhältlich, die einzelnen Beiträge kostenfrei als PDF zum Download.

Das Inhaltsverzeichnis finden Sie ferner hier auf unserer Website.

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