Ein dokumentarisches Theaterstück von Gloria Benedikt
„Dass wir tatsächlich langsam am Ende vom Anfang stehen“, das wünscht sich Regisseurin Gloria Benedikt zum Abschluss der Abendvorstellung ihres berührenden Tanztheaterstücks „End to Begin“: Dass die Zeit, in der wir beim Klimaschutz erst in den rückschlagsreichen und zaghaften Anfangszügen sind, endlich vorbei sein möge.
Im Januar 2026 zeigte das Wiener Odeon Theater das dokumentarische Theaterstück „End to begin“ von Gloria Benedikt, das sich primär an Schulklassen mit 15- bis 16-Jährigen richtet, gleich viermal in Folge: Drei Schulveranstaltungen vormittags, eine öffentliche Abendveranstaltung am 29. Januar 2026. Gemeinsam mit der Dorothea-Laura-Janina Sick-Umweltstiftung haben wir dieses Pilotprojekt eines Schul-Tanztheaters mit großer Begeisterung begleitet und unterstützt: Wenig ist so wichtig wie die Klimabildung und -motivation der nachwachsenden Generation, wenn es darum geht, das Ruder für unseren Planeten noch herumzureißen.
Die Handlung
Was haben die Menschen ums Jahr 2025 gedacht, gewusst, getan, gefürchtet und gehofft? Genau das möchten die Menschen im Jahr 2075 wissen, um verstehen zu können, warum sie leben wie sie leben. Deshalb schicken sie einen Wissenschafter, eine Philosophin, eine Diplomatin, einen Aktivisten und drei Zeremonienmeister*innen ins Wien um die Vierteljahrhundertwende zurück. Ihre Mission ist es, mit den Menschen dort unter anderem die drei kantischen Fragen in abgewandelter Form zu ergründen: Was sollen wir wissen? Was können wir tun? Was dürfen wir hoffen?
Aufführung am Wiener Odeon Theater
Das Theaterstück von Gloria Benedikt nutzt verschiedene Methoden, um Wissen zu transportieren, Gefühle zu erzeugen und gleichzeitig das Publikum aktiv einzubinden:
Auftritte von realen Klimawissenschaftler*innen und Aktivist*innen vermitteln Fakten rund um die Verantwortlichkeiten der Klimakrise, knapp und mutig genug, wahre Verantwortung auch konkret zu benennen. Mit dabei sind einige hochkarätige Namen nicht nur der österreichischen Klima-Prominenz, wie Prof. Dr. Schellnhuber, Prof. Steurer und Katharina Rogenhofer, der Mitbegründerin von Fridays for Future Österreich.
Nach Theatereinlagen folgen Fragen an das Publikum. Die Schauspielenden lesen einen Teil der Antworten, die die Zuschauer*innen auf Karteikarten notiert hatten, für den Saal vor: eine besondere Chance, um die Meinungen junger Menschen einzufangen auf Fragen wie „Was vermissen Sie, was haben Sie bereits verloren?“
Tanz und Gesang
Die imposanten Tanzeinlagen des Duos aus Marietta Kro (u.a. Landestheater Linz) und Robert Weithas (u.a. Wiener Staatsoper) geben dem Publikum Raum, um die aufgebrachten Emotionen zu verarbeiten, die das Stück aufbringt. Den Abend schließt eine sphärische Gesangseinlage von Sara Casey ab, die das Publikum mit nachdenklichem Applaus in den Abend entlässt.
Im Namen unseres Teams sowie unserer Gründerin Dorothea Sick-Thies gratulieren wir der Regisseurin und allen Beteiligten herzlich zum Erfolg!



Text & Regie: Gloria Benedikt
Besetzung:
- Die zukünftige Generation: Bety Aubrechtová, Felix Frank, Gordan Kukic, Xenia Samstag
- Zeremonienmeister*innen: Tanz: Marietta Kro, Robert Weithas, Gesang: Sara Casey
- Botschafter*innen an die zukünftige Generation:
Andrea Gori – CEO (Chief Earth Officer) von Illuminem - Katharina Rogenhofer –Mitbegründerin von Fridays for Future Österreich (2018), Sprecherin des Klimavolksbegehrens (2019) und Vorständin des KONTEXT Institut für Klimafragen (2024)
- John Schellnhuber – Physiker und Klimawissenschafter, Gründer des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Generaldirektor des Internationalen Instituts für Angewandte System Analyse (IIASA)
- Reinhard Steurer – Professor für Klimapolitik an der Universität für Bodenkultur (BOKU)
Choreographie: Gloria Benedikt, Marietta Kro, Robert Weithas
Musik: Olafur Anarlds, Oliver Davis, Niels Frahm, Luke Howard, Jóhann Jóhannsson
Wissenschaftliche Mitarbeit: Elena Rovenskaya, Adriano Vinca
Die Veranstalter:
Dorothea-Laura-Janina Sick-Umweltstiftung
International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA)

