München wird heißer. An Sommertagen zieht es die Münchnerinnen und Münchner deshalb dorthin, wo Bäume Schatten spenden: an die Isar oder in den Englischen Garten.
Doch der Alltag spielt sich oft woanders ab – auf Straßen und Plätzen, die sich tagsüber stark aufheizen und nachts kaum abkühlen. Immer häufiger gefährden diese Hitzeinseln Gesundheit, Wirtschaft und soziale Teilhabe in unserer Stadt.
Zu wenig Grün für eine wachsende Stadt
München scheidet im bundesweiten Vergleich bei Grünflächen sehr schlecht ab. Bei einer Analyse des Grünanteils von Großstädten landet die Stadt nur auf Platz 74 von 79.
Gleichzeitig ist der Baumbestand immer weiter zurückgegangen: Zwischen 2010 und 2019 hat München rund 23.000 Bäume verlosten.
Auswirkungen des Klimawandels in München
Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in München zu spüren:
Bereits 2025 hat sich die durchschnittliche Temperatur in München um 1,5°C erhöht. München hatte 2025 ungefähr 12 Hitzetage (Tage über 30°C) und 2,5 Tropennächte (Nächte über 20°C).
Klimaprognosen deutscher Forschungsinstitute prognostizieren folgende Zahlen: 2050 wird die Temperaturerhöhung bei 2°C liegen, und es wird etwa 25 Hitzetage und 22 Tropennächte pro Jahr geben. Bis 2100 werden sich diese Zahlen mehr als verdoppeln.
Das bedeutet mehr Belastung für ältere Menschen, Kinder und alle, die in dicht bebauten Vierteln leben oder arbeiten.
Warum Bäume entscheidend sind
Bäume sind eine der effektivsten und zugleich natürlichsten Antworten auf die Klimakrise in Städten. Sie leisten gleich mehrere entscheidende Beiträge:
- Kühlung und Hitzeschutz
Bäume senken die Umgebungstemperatur durch Schatten und Verdunstung um etwa 2 °C. In größerem Maßstab können sie ganze Stadtviertel um bis zu 4 °C abkühlen – ein entscheidender Unterschied in Hitzesommern. - Saubere Luft
Bäume wirken als natürliche Filter: Sie binden Feinstaub und Schadstoffe aus der Luft und verbessern so die Luftqualität spürbar. - Wasserspeicher
Bäume speichern Regenwasser, fördern die Versickerung und entlasten die Kanalisation bei Starkregen. Damit helfen sie, Überschwemmungen vorzubeugen und die Stadt klimaresilienter zu machen. - Biodiversität in der Stadt
Stadtbäume sind Lebensraum für Vögel, Insekten und andere Tiere. Sie tragen dazu bei, die biologische Vielfalt auch im urbanen Raum zu erhalten. - Weniger Kühlbedarf und Energieeinsparung
Durch ihren Schatten kühlen Bäume Gebäude im Sommer und senken den Energiebedarf für Klimaanlagen um etwa 30 %. Im Winter können sie zusätzlich vor Wind schützen und Heizverluste reduzieren. - Ruhigere Straßen
Baumreihen reduzieren den Straßenlärm, indem sie Schallwellen streuen und absorbieren. So kann die Lärmbelastung um etwa 2 bis 8 Dezibel gesenkt werden.
Kurz gesagt: Bäume sind keine „nice-to-have“-Maßnahme. Sie sind eine zentrale Infrastruktur für Klimaanpassung, Gesundheit und Lebensqualität in München.
- Sie kühlen ihre Umgebung um rund 2 °C durch Verdunstung und Schatten
- In größerem Maßstab können sie die Stadt insgesamt um 0,5 bis 4 °C abkühlen
- Sie verbessern die Luftqualität, indem sie Feinstaub und Schadstoffe filtern
- Sie steigern die Lebensqualität und machen öffentliche Räume nutzbar
Bäume helfen der Stadt München. Stadtbäume kühlen Ihre Umgebung um Rind 2°C, indem sie Wasser verdunsten und Schatten spenden. Damit können sie als Hitzeschutz die Stadt um 0,5-4°C kühlen. Außerdem tragen sie zur Verbesserung der Luftqualität bei, indem sie feine Partikel und Schadstoffe aus der Luft filtern.
Der BaumEntscheid: Mehr Bäume für München
Mit einem Bürgerentscheid im Herbst 2026 möchte der BaumEntscheid München sich für ein flächendeckendes Netz aus Straßenbäumen einsetzen.
Als Protect the Planet setzen wir uns für wirksamen Klimaschutz und konkrete Lösungen ein. Der BaumEntscheid ist genau das: eine lokal umsetzbare Maßnahme mit großer Wirkung für Gesundheit, Klima und Lebensqualität.
Im Mai 2026 beginnt der Start der Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren.

