Ein breites Bündnis aus kirchlichen Organisationen, Klimabewegung und Zivilgesellschaft gründete sich am Sonntag, den 01. November 2026 offiziell in München. Das Ziel ist die Mitzeichnung des Fossile Fuel Treaty durch den Münchner Stadtrat. Der Fossile Fuel Treaty ist eine internationale Initiative, die sich für einen geordneten und gerechten Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas einsetzt. München wäre damit die erste deutsche Millionenstadt, die sich der Initiative anschließt. Die Keynote hielt Kumi Naidoo, Präsident der Fossil Fuel Treaty Initiative.
Programm
- Keynote von Kumi Naidoo: „Why alliances matter when progress is contested“
- Podiumsdiskussion mit
- Prof. Dr. Markus Vogt, Lehrstuhl für Christliche Sozialethik, LMU München
- Dr. Manuela Troschke, Scientists for Future
- Dr. Caroline Fischer, München Zero und Klimarat der Stadt München
- Offizieller Auftakt des Fossil-Fuel-Treaty-Bündnisses München
Unter dem Titel „Gemeinsam fossilen Widerstand überwinden“ diskutierten Wissenschaft und Klimabewegung, wie der Ausstieg aus fossilen Energien trotz wachsenden Gegenwinds gelingen kann. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie tragfähige Bündnisse politische Handlungsspielräume schaffen, international wie kommunal.
Breites Bündnis für München
Dem Bündnis gehören bereits an: Christians for Future München, München Zero, Christliche Initiative Klimagerechtigkeit e. V., Protect the Planet, Extinction Rebellion München, Netzwerk Saubere Energie, Neue Generation München, die Gesellschaft für bedrohte Völker (Ortsgruppe München), Misereor, Netzwerk Klimaherbst, die Zentraleuropäische Provinz der Jesuiten und Fossil Free München. Nach der Gründung des Bündnisses wird um weitere Unterstützung geworben.
Was ist die Fossil Fuel Treaty Initiative?
Die Fossil Fuel Treaty Initiative ist ein globales Bündnis aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Städten und Staaten. Die Initiative setzt beim konkreten Ausstieg aus den Fossilen an, wo die internationalen Klimaverhandlungen bislang oft zu kurz greifen.
Der Treaty verfolgt drei zentrale Ziele:
- Kein Ausbau: keine neuen Projekte zur Förderung von Kohle, Öl und Gas.
- Fairer Ausstieg: Schrittweiser Ausstieg aus der bestehenden Förderung fossiler Brennstoffe, wobei wohlhabende Länder am schnellsten vorangehen.
- Gerechter Übergang: ein sozial gerechter Wandel für Beschäftigte, Gemeinschaften und Länder, mit Unterstützung für diejenigen, die sie brauchen.
Weltweit unterstützen bereits zahlreiche Städte den Treaty, darunter London, Paris, Amsterdam und Kopenhagen. In Deutschland haben sich bisher Bonn (2021 als erste deutsche Stadt), Göttingen, Heidelberg, Marburg und Tübingen angeschlossen. Mit der ersten internationalen Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien in Santa Marta (Kolumbien) im April 2026 hat die Bewegung zusätzlich an Dynamik gewonnen. Ein Beschluss Münchens wäre ein starkes Signal an Bund, Länder und andere Kommunen.
Teil von Road2COP31
Die Veranstaltung fand im Rahmen der Mitradel-Aktion Road2COP31 statt. Auf dem Weg zur 31. UN-Klimakonferenz (COP31) im türkischen Antalya machte eine rund 1.000 Kilometer lange Fahrradtour von Aachen nach Passau auf Klimagerechtigkeit und zentrale Fragen des sozial-ökologischen Wandels aufmerksam. Weitere Informationen zur Tour hier: Mitradel-Aktion: Road2COP31: Misereor
Weitere Informationen:
- Website zur Unterstützung des Fossil Fuel Treatys in München:https://christliche-initiative-klimagerechtigkeit.de/fossil-fuel-treaty-muenchen/
- Website des Fossil Fuel Treaty: https://www.fossilfueltreaty.org/
- Städte, die den Treaty bereits unterstützen, und Argumente für kommunale Endorsements: https://www.fossilfueltreaty.org/cities
- Internationale Unterstützer*innen:https://www.fossilfueltreaty.org/endorsements
Pressekontakt: Georg Sauerwein , kontakt@christliche-initiative-klimagerechtigkeit.de

