Der Rekord-Hitzesommer darf nicht ohne politische Konsequenzen bleiben. Gemeinsam mit einem breiten Bündnis unterstützt Protect the Planet einen neuen Appell an die Bundesregierung: Deutschland muss beim Hitzeschutz, bei der Klimaanpassung und beim Klimaschutz endlich entschlossener handeln.
Bereits vor vier Wochen hatten zahlreiche Verbände und Organisationen in einem 5-Punkte-Plan einen Hitzegipfel der Bundesregierung gefordert. Protect the Planet gehörte zu den Unterzeichner*innen. Die zentrale Botschaft: Die Politik muss den Schutz der Menschen vor zunehmender Hitze und anderen Folgen der Klimakrise zur Priorität machen.
Jetzt legt ein breites Bündnis aus Organisationen aus den Bereichen Klima, Umwelt und Soziales gemeinsam mit Gewerkschaften und dem Deutschen Naturschutzring (DNR) nach. Mit dem Appell „Rekord-Hitze, Rekord-Versäumnisse – jetzt gegen Extremwetter wappnen“ fordern die Unterzeichnenden konkrete politische Maßnahmen.
Hitzeschutz, Klimaanpassung und Klimaschutz gehören zusammen
Deutschland muss sich besser auf Hitze, Dürre und Starkregen vorbereiten. Dafür braucht es einen verbindlichen Hitzeschutz, klare Zuständigkeiten zwischen Bund, Ländern und Kommunen sowie bessere Warn- und Vorsorgesysteme. Besonders vulnerable Gruppen müssen besser geschützt werden.
Gleichzeitig reicht Anpassung allein nicht aus. Wenn die Klimakrise immer weiter eskaliert, werden wir uns nicht mehr anpassen können. Deshalb müssen Klimaschutz und Klimaanpassung zusammen gedacht werden.
Der Appell fordert deshalb ein umfassendes Vorsorge-Paket für „Klimaschutz, Anpassung Natur“. Dazu gehören auch mehr Investitionen in klimaresiliente Städte und Gemeinden, der Schutz natürlicher Ökosysteme, eine konsequente Abkehr von fossilen Energien und eine konsequente Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien.
Kommunen brauchen Unterstützung
Viele der notwendigen Maßnahmen werden von Städten und Gemeinden umgesetzt. Doch gerade Kommunen verfügen häufig nicht über ausreichende finanzielle Mittel.
Deshalb fordert der Hitzeappell: Jetzt investieren statt kürzen. Kommunen und soziale Einrichtungen wie Pflegeheime und Kitas brauchen verlässliche Unterstützung, um Gebäude und öffentliche Räume besser gegen Hitze zu schützen.
Vorsorge kostet Geld – Nichtstun aber langfristig noch viel mehr.
Jetzt müssen Taten folgen
Die Folgen der Klimakrise sind längst Realität. Hitze und andere Extremwetterereignisse betreffen Menschen schon heute.
Der Rekord-Hitzesommer darf deshalb nicht ohne Konsequenzen bleiben. Es braucht konkrete Maßnahmen, ausreichend finanzielle Mittel und eine Politik, die Klimaschutz und Klimaanpassung gemeinsam voranbringt.

