Let’s Act! Mit Bürgerbegehren Politik verändern

Stefanie Günther

BaumEntscheid München

Fenya Kirst

Europäische Bürgerinitiative Rights for Nature

und

Prof. Dr. Uwe Kranenpohl

Evangelische Hochschule Nürnberg


Vortragsfolien PDF | Stefanie Günther

Vortragsfolien PDF | Fenya Kirst

Wie können Bürger*innen politische Entscheidungen mitgestalten? Welche Rolle spielen Bürgerbegehren und Volksentscheide für eine lebendige Demokratie? Wie gelingt ein erfolgreiches Bürgerbegehren – und wo liegen seine Chancen und Grenzen?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unserer Podiumsdiskussion im Rahmen der Munich Climate Week.

Gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft und Politik sowie engagierten Vertreter*innen der Zivilgesellschaft diskutieren wir über die Möglichkeiten und Herausforderungen direkter Demokratie. Unsere Gäste bringen Erfahrungen aus der Initiierung, Organisation und Begleitung von Bürger- und Volksbegehren auf kommunaler, nationaler und internationaler Ebene mit.

Im Mittelpunkt des Abends steht die Frage, wie Bürgerbegehren unsere Demokratie stärken, politische Beteiligung fördern und gesellschaftlichen Wandel ermöglichen können. Nach kurzen Impulsen der Gäste folgt eine moderierte Podiumsdiskussion mit anschließendem Austausch und Fragen aus dem Publikum.

Über die Gäst*innen:

Stefanie Günther, Mitinitiatorin des BaumEntscheids München

Der BaumEntscheid München ist ein Bürgerbegehren für mehr Straßenbäume und besseren Hitzeschutz in der Stadt. Ziel ist ein flächendeckendes Netz aus Straßenbäumen in ganz München mit  mindestens 30 % Baumkronenüberdeckung an allen Gemeindestraßen – insbesondere in besonders heißen Stadtvierteln.

Die Initiative reagiert damit auf die zunehmende Überhitzung der Stadt und den Verlust tausender Bäume in den vergangenen Jahren.

Engagierte haben in kürzester Zeit über 50.000 Unterschriften sammeln können.

Fenya Kirst, Öffentlichkeitsarbeit und Projektmanagement Rights for Nature

 Was wäre, wenn Flüsse, Wälder und ganze Ökosysteme eine eigene rechtliche Stimme hätten? Genau dieser Frage widmet sich die europäische Bürgerinitiative „Rights for Nature“

Hinter der Initiative steht eine wachsende europäische Bewegung. Partner-Organisationen aus 16 Ländern beteiligen sich an dem gemeinsamen Vorhaben und arbeiten daran, die Idee der Rechte der Natur europaweit bekannt zu machen.

Die Europäische Bürgerinitiative wurde am 19. Mai 2026 von der Europäischen Kommission registriert. Damit ist der Weg frei für die europaweite Kampagne und die geplante Sammlung von einer Million Unterschriften ab Herbst 2026.

Die Initiative fordert einen europäischen Rechtsrahmen, durch den Ökosysteme selbst rechtlich anerkannt werden und eine eigene Rechtsstellung erhalten können. Dabei knüpft die Initiative auch an bestehende Beispiele an. Als Vorbild wird unter anderem die spanische Lagune Mar Menor genannt, die als erstes Ökosystem in Europa eine eigene Rechtspersönlichkeit erhalten hat.

Prof. Dr. phi. habil. Uwe Kranenpohl, Professor für Politik- und Verwaltungswissenschaften an der evangelischen Hochschule Nürnberg

Uwe Kranenpohl ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Professor für Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Evangelischen Hochschule Nürnberg. Seit Oktober 2009 ist er dort tätig. Er studierte Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaften und Geschichte an der Universität Passau und der Freien Universität Berlin. 1997 promovierte er und 2009 habilitierte er sich an der Universität Passau. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Demokratie, politische Parteien, Sozialpolitik, das Bundesverfassungsgericht und die europäische Integration. Außerdem forscht er zur direkten Demokratie, beispielsweise zu Volksbegehren und Volksentscheiden. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit engagiert er sich auch gesellschaftlich und kommunalpolitisch.