Christian Hierneis: „Auswirkungen unserer Ernährungsweise auf Klima und Umwelt“

28.10.2021|

Unsere Ernährungsweise hat schlimme Auswirkungen auf Umwelt und Lebensgrundlagen, weltweit: Wir importieren Lebens- und Produktionsmittel global, nur weil es billiger ist, ohne Rücksicht auf die Produktion vor Ort: Dort kommt es zu massiven Naturzerstörungen mit Artenverlust und Klima-Folgen. Die Bundesregierung hat eine neue Aufteilung der milliardenschweren Subventionen für Landwirtschaft und Lebensmittel-verarbeitender Unternehmen beschlossen: Ab 2023 sollen bis 25% für „Umweltdienstleitungen“ genutzt werden, statt nach Flächen-Größe. „Systemwechsel“?

Gunnar Braun: „Unsere Lebensgrundlage Wasser – wie stellen wir sie sicher?“

26.10.2021|

Nitrat im Trinkwasser, Klimakrise-Dürren: Immer mehr Wasserwerke können die erforderliche Trinkwasser- Mindestqualität nicht mehr herstellen: Belastungen des Grundwassers aus Industrie, Verkehr, Landwirtschaft; die Klimakrise mit deutlich zunehmenden Trocken-Perioden. Wo Wasser zum globalen „Produkt“ und Fläche zur „Ressource“ verkommt, findet ein natürlicher Wasserkreislauf nicht mehr statt. Wie will Deutschland eine gesunde Grundwasserversorgung langfristig sichern? Zum Schutz unserer „Lebensgrundlage Wasser“?

Dorle Gothe: „Regionale Landwirtschaft und Bio-Wertschöpfungsketten“

18.10.2021|

„Regionalwert“: Bundesweites Netzwerk von regional, fair, nachhaltig, klimafreundlich Lebensmittel erzeugenden landwirtschaftlichen Betrieben, Händlern, Vermarktern...Kurze, ressourcensparende, transparente Liefer- und Verarbeitungsketten, Kreislaufwirtschaft, tiergerechte Tierhaltung, Erhalt der Artenvielfalt und Bodenvielfalt, Einsatz samenfester Sorten, regionale Züchtung... sind Bestandteile des Konzepts, Erhöhung der regionalen Wertschöpfung: „Gut für Mensch, Tier und Umwelt“. Kombiniert mit der Möglichkeit, sich finanziell zu beteiligen...

Dr. Tobias Gaugler & Amelie Michalke: „Wieviel kostet 1kg Rindfleisch, wieviel kosten unsere Lebensmittel wirklich?“

14.10.2021|

„Externe“ Kosten: Solche, die nicht auf dem Preisschild stehen, aber trotzdem getragen werden müssen: Für negative Klima-, Umwelt- und Gesundheitsfolgen von Lebensmitteln kommen weder Landwirtschaft noch Konsumenten auf: Z.B. Produkte aus konventioneller Nutztierhaltung müssten deutlich mehr kosten, der Ladenpreis von Milchprodukten um +30%, von Bio-Produkten um +10% – wenn der Ausstoß von Treibhausgas- Emissionen und der Einsatz von Dünger mitgerechnet würden. Die ausgezeichneten Preise im Laden sagen also nicht die Wahrheit. Höhere Preise und ein zweites Preisschild?

Prof. Dr. Britta Renner: „Warum wir essen, was wir essen – Und warum wir faire Ernährungsumgebungen für eine nachhaltigere Ernährung brauchen.“ (Karten bei MVHS)

12.10.2021|

Wie wir uns ernähren, beeinflusst unsere Lebensqualität; viele Lebensmittel haben aber einen großen sozialen, umwelt-, klima- und tierschutzbezogenen Fußabdruck. Wenn wir nur wollen würden, dann könnten wir uns gesünder, nachhaltiger und ausgewogener ernähren... – diese Grundannahme stimmt nicht: Wie wir essen ist maßgeblich von unser Ernährungsumgebung beeinflusst, Routinen, Werbung, Preise. Erst müssen „faire Ernährungsumgebungen“ geschaffen werden, wenn eine nachhaltigere Ernährung möglich werden soll: Gesünder, sozial-, tierwohl-, klima- und umwelt-fördernder.

Dr. Christian Dürnberger: Neue Ethik für die Landwirtschaft

07.10.2021|

„Macht Euch die Erde untertan!“ oder lieber Kant´scher Imperativ: Welche Ethik soll es denn sein, für „die“ Landwirtschaft? Und jetzt noch Lebensmittelskandale, Gift im Acker, Bauernsterben, Roboterisierung der Lebensmittelerzeugung… Lösungen? „Ethical tools“ oder gleich einen „Leitfaden“? Bessere Frage: Wie gehen wir mit solchen grundlegenden gesellschaftlichen Werte-Konflikten ethisch um? Viel Stoff für interessante Diskussionen rund um ethische Fragen zu Klimakrise, Landwirtschaft und unsere Ernährungsweisen – genau passend zum „Klimaherbst_Ernährung“.

Prof. Dr. med. Kai Kolpatzik: „Ernährungskompetenz: Vier minus!“

04.10.2021|

Die Qualität unserer Ernährungsweise hat wesentlichen Einfluss auf Gesundheit, Lebensqualität, Lebenserwartung. Aber nur jeder dritte junge Erwachsene weiß, wie gesunde Ernährung geht: Es wird kaum selbst gekocht, auf Fertiggerichte zurückgegriffen, mit zu viel Kalorien, Zucker, Fett, Salz... Und dies erwartungsgemäß mit rasch steigender sozialer Disparität von Krankheitsrisiken. Das hat Konsequenzen für eine Ernährungs-Gesundheits-„Ampel“ und für die Kita- und Schulverpflegung. Aber auch von „Klimabewusstsein“ in der Ernährung kann keine Rede sein.

Prof. Dr. Alois Heißenhuber: „Unter unseren Füßen – ‚Dreck‘ oder lebenswichtige Grundlage für Ernährung und Klimaschutz?“

23.09.2021|

Wieviel „Boden“ haben wir eigentlich? Wieviel ist zur Nahrungsmittelerzeugung landwirtschaftlich (noch) nutzbar? Wieviel davon ist durch die Klimakrise gefährdet? Boden ist wichtigster CO2-Speicher. Doch durch menschlichen Einfluss auf die Masse und Qualität an Boden nehmen deren Kapazitäten als notwendige CO2- Senken deutlich ab – und umgekehrt: Etwa durch Überdüngung und Intensiv-Landwirtschaft emittieren Böden ihrerseits zunehmend klimaschädigendes Kohlendioxid und Lachgas, das zur Verschärfung der Klimakrise beiträgt. Wie da rauskommen?

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