Mühlbauer, Kiesmüller, Lorenz, Hofmeir: Städtebauliche Klimaanpassung Münchens (Grünflächen-Erhalt, Munich Central Park, Gebäude-Begrünung, Frischluftschneisen)

20.10.2022|

Klimaanpassung der „Hitzeinsel München“ kommt selten vor, eine klare städtebauliche „Strukturanpassungs- planung“ an die künftigen Lebensbedingungen fehlt. Andere Städte haben längst damit begonnen, ihre Stadt Klima- gerecht umzubauen. Deshalb fordern Bürgerinitiativen: „Frischluftschneisen“ der Stadt müssen von Bebauung freigehalten werden. Gebäudebegrünung an Fassade und Dach hilft Kühlen! Mit dem neuen „Munich Central Park“ bekämen die Menschen ihre frühere „grüne Lunge“ wieder. Alle Grünanlagen zu schützen und dauerhaft zu retten, ist Ziel des Bürgerbündnisses „Grünflächen_erhalten.de“. Drei Kurzvorträge ...und (Publikums-) Diskussion sollen das verdeutlichen.

Prof. Dr. Karen Pittel: „Über Klimaneutralität hinausdenken“

26.04.2022|

Der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) empfiehlt Langfriststrategien: Erstens den schnellen und vollständigen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger vorsehen. Die Beendigung der Extraktion, Exploration und Verarbeitung fossiler Ressourcen senkt zusätzlich CH4-Emissionen und hat erhebliche Mehrgewinne für Gesundheit und Biodiversität. Zweitens sollten Schutz und Wiederherstellung von Ökosystemen sowie ihre nachhaltige Nutzung zum Schwerpunkt werden. Die Senkenwirkung von Ökosystemen ist bereits gemindert und die Erhaltung der Biodiversität gefährdet. Drittens sollte die Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre strategisch vorbereitet werden, um notfalls historische Emissionen und verbleibende Erhitzungstrends ausgleichen zu können.

// ABSAGE // !!! Klaus Mertens: „Die ’soziale Frage‘ bei der Großen Transformation“ // ABSAGE // !!!

07.04.2022|

Die „Transformateure“ setzen sich seit 2011 aktiv für die sozialökologische Transformation ein: Die große Transformation von der fossilen Nichtnachhaltigkeit in Richtung einer postfossilen nachhaltigeren Entwicklung. Es gilt, zukunftsfeste Arbeitsplätze zu sichern, den Klimaschutz in der gebotenen Dringlichkeit voranzubringen, Artenvielfalt und ökologische Vielfalt zu erhalten, lebenswerte Städte und Gemeinden zu fördern: Erneuerbar, klimaverträglich, gerecht und sozialverträglich. Doch vielfach wird mit Transformation nur „Technik“ verbunden. Zum anderen wird von „der Politik“ verlangt, der Transformation durch Setzen von Rahmenbedingungen Beine zu machen. Vernachlässigt wird aber „das Soziale“ in seinen beiden Dimensionen: Der sozial- ökologische Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft zu (mehr) Nachhaltigkeit mit dessen fairen sozialen Absicherung sowie die Ermöglichung der aktiven Beteiligung der Betroffenen in Unternehmen und in politischen Prozessen vor Ort – statt top-down. Davon berichtet einer der Gründer der „Transformateure“, der IGM-Betriebsrat Klaus Mertens.

Prof. Dr. Ingolfur Blühdorn: „Eingerichtet im Wohlfahrtskapitalismus? – Stolpersteine auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit“

30.03.2022|

Keine Nachhaltigkeit, keine Transformation – kein gutes Leben für alle? Auch wenn die Dringlichkeit einer sozial-ökologischen Transformation hin zu (mehr) Nachhaltigkeit längst von nahezu allen Seiten anerkannt ist: Moderne westliche Gesellschaften verteidigen ihren exklusiven Wohlstand und ihren (mehrere Globen verbrauchenden) Lebensstil entschiedener denn je. Dass die „planetaren Grenzen“ längst erreicht, teilweise überschritten, sind, wissen wir seit Jahrzehnten; dass die menschengemachte Klimakrise für viele unmittelbar die Lebensgrundlagen bedroht, auch. Letztlich gilt es, die Politik der nachhaltigen Nicht- Nachhaltigkeit zu durchbrechen und die Möglichkeiten der Re-Politisierung zugunsten eines „guten Lebens für alle“ auszuschöpfen. Dazu aber ist genaueres Hinschauen einer Soziologie der Nicht-Nachhaltigkeit eine unverzichtbare Voraussetzung.

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