Dr. Christoph Kost: „Wege zu einem klimaneutralen Energiesystem“

30.06.2022|

„Wege zu einem klimaneutralen Energiesystem“ - Der Energiewirtschaftler Dr. Christoph Kost vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE stellt die Studie „Die deutsche Energiewende im Kontext gesellschaftlicher Verhaltensweisen“ (2021) vor (nach Start der Ampel-Regierung aktualisiert). Es geht um verschiedene Szenarien, wie die Energiewende und insbesondere die Klimaneutralität im Energiesektor bis 2045 erreicht werden kann (sie kann!) – aber auch darum, dass diese Ziele abhängig sind von Beharrungs- und Inakzeptanzverhalten großer Teile der Bevölkerung und der (Energie-) Wirtschaft inkl. Fossil- Lobbyismus sowie aktiver Teilnahme der Gesellschaft auch in Sachen Suffizienz/Energiesparen bei Strom und Wärme. Angesichts des Kriegs in der Ukraine und der sich daraus zeigenden Energie-Abhängigkeit Deutschlands aktueller und dringlicher als gedacht!

Ulrich Grober: „Die Entdeckung der Nachhaltigkeit: uralt und hochaktuell!“

02.06.2022|

Entdeckung der Nachhaltigkeit: uralt und hochaktuell! Der Autor Ulrich Grober schlägt einen großen Bogen in der Suche nach dem „guten Leben für alle“: Von der Genesis 1.000 Jahre vor Christus, über Seneca, dem „Sonnengesang“ des v. Assisi, über die Inkas und Chinesische Philosophen, W.v.Goethe, Carlo Carlowitz, M. Gandhi und John Lennon – bis just zum 02.06.2022. Dem Tag der Konferenz der Vereinten Nationen „Sockholm+50“, 50 Jahre nach „Grenzen des Wachstums“, zur dringlich erforderlichen Umsetzung der SDG-Ziele, der Ziele zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeit bis 2030: Der dauerhaften Bedrüfnisbefriedigung aller Menschen durch Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit aller Systeme. Dies vor dem Hintergrund der Klimakrise, des Artensterbens, der Überschreitung globaler Grenzen: „Es ist Zeit für mutige Entscheidungen. Es ist Zeit für dringliche Aktionen. Es ist Zeit für eine bessere Zukunft auf einem gesunden Planeten. Die Sicherung eines gesunden und wohlhabenden Planeten für alle bedeutet, sich auf eine gemeinsame Reise zu begeben, wo unser Fußabdruck von heute nicht das Wohlergehen von heutigen und zukünftigen Generationen beeinträchtigt“ (Vereinten Nationen Stockholm+50)

Vom Klima-Notstand der Welt // Dr. Braun, Hasenkamp, Pizzar, Dr. Mannah: „Warum Menschen vor dem Klima fliehen?!“

24.02.2022|

Kurztext: In den nächsten 30 Jahren werden rd. 220 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen müssen – zumeist innerhalb ihrer Länder. Extremwetterereignisse wie Dürren, Wassermangel, Stürme oder Überschwemmungen zwingen Menschen vielerorts in die Flucht. Doch die sich verstärkenden Katastrophen und ihre „Klimaflucht-Folgen“ werden von uns in den Industrieländern weitgehend ignoriert und vor allem mit Abschottung beantwortet. Wir wollen in dieser PtP-Veranstaltung mit einer Vertreterin der Deutschen KlimaStiftung, Klimahaus Bremerhaven, zusammen mit Expert:innen der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, der Evangel-Luth. Nordkirche Hamburg und einem Referenten aus Haiti im Projekt „KlimaGesichter“ die (Rechts-) Lage von sog. „Klimaflüchtlingen“ im Kontext einer klimainduzierten Migration und globaler Klimagerechtigkeit diskutieren.

Vom Klimanotstand der Welt // Dr. Daniel Klein & Luisa Neubauer: „Jahrzehnt der Klimaklagen? Gerichtliche Klimaverfahren – ein Überblick“

27.01.2022|

Weltweit nehmen „Klimaklagen“ vor nationalen und internationalen Gerichten zu, weil sich immer mehr betroffene Menschen mit den ungezählten Versprechungen aus „der Politik“ und dem Fehlen wirksamer und entschiedener Klimaschutzmaßnahmen nicht länger abfinden wollen. Es häufen sich Gerichtsverfahren und -urteile, #climatejustice ist das Stichwort seitens der „Lawyers For Future“, „Gerichte als Klimaschützer“ heißt es schon in manchen juristischen Fachblättern. Ein peruanischer Bauer gegen RWE; elf Familien vom Polarkreis bis zum Äquator gegen die EU; 33 Kinder aus Portugal wegen Nicht-Einhaltung der EU-Menschenrechtskonvention; erfolgreiche Klage gegen Shell wegen deren Erdgas-Förderung... Ein politisch bewerteter Überblick – ausdrücklich auch für Nicht-Jurist:innen.

Vom Klima-Notstand der Welt // Markus Raschke: „11 Familien, ein Jugendverband – 3 Kontinente – 1 Klage: Was treibt Menschen, für das Klima zu klagen?“

13.01.2022|

Weltweit nehmen „Klimaklagen“ vor nationalen und internationalen Gerichten zu, weil betroffene Menschen nicht mehr den ungezählten Versprechungen aus „der Politik“ vertrauen und vertrauen können. Eine solche ist der People ́s Climate Case vor dem Europäischen Gerichtshof gegen den Rat der Europäischen Union und ihrer Regierungen und das EU-Parlament wegen klimapolitisch unzureichenden Vorgehens; angestrengt von elf Familien und einem Jugendverband. Der Referent, Markus Raschke, hat die Betroffenen von Nord-Schweden, Deutschland bis in die nordkenianische Steppe besucht und berichtet eindrücklich mit vielen Bildern, vom Kampf gegen die Auswirkungen der Klimakrise vor Ort.

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