Im schweizerischen Hinwil ist die weltweit erste kommerzielle Rückgewinnungsanlage für CO2 in Betrieb gegangen. In der Anlage wird Kohlendioxid aus der Luft entnommen und einem nahe gelegenen Gewächshaus zugeführt, wo es das Wachstum von Gemüse unterstützt. Die Entwickler des Startups Climeworks, einer Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH), gehen von einer Kompensation von 900 Tonnen CO2 pro Jahr aus. Projekte wie dieses sind ein weiterer wichtiger Baustein im Kampf gegen die Erderwärmung, wenn Emissionseinsparungen alleine nicht ausreichen, die CO2-Konzentration in der Athmosphäre zu senken. So wird weltweit im Bereich carbon capture und storage (ccs) geforscht, wobei die Entnahme ein weitaus geringeres Problem darstellt als die Speicherung. Hinwil verzichtet auf die Speicherung und verwertet das Kohlendioxid direkt weiter. Die Energie für die Rückgewinnungsanlage wird aus der Abwärme des Müllverbrennungsbetriebes gewonnen, auf dessen Dach sich die Anlage befindet. 18 Kollektoren stehen dort, die kontinuierlich Luft ansaugen und das CO2 herausfiltern. Anschließend wird es aus den Filtern gelöst und in flüssiger Form zwischengespeichert. Die Gründer sehen großes Kommerzialisierungspotenzial für ihre Entwicklung: Das rückgewonnene CO2 könnte Getränke sprudeln, als Trockeneis zur Kühlung verwendet werden und in weiteren Gewächshäusern das Pflanzenwachstum ankurbeln. Sogar an der Herstellung klimaneutraler Kraftstoffe wird in Kooperation mit Audi getüftelt.

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