Top-Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag

Jeder Einzelne kann seinen persönlichen Beitrag zu einem nachhaltigen Wandel leisten. Hier finden Sie unsere Tipps, wie man Nachhaltigkeit problemlos in seinen Alltag integrieren kann. So können Sie Schritt für Schritt einen Teil dazu beitragen, Ihre Lebensqualität zu erhöhen, unsere Welt lebenswerter zu machen und für nachfolgende Generationen zu bewahren.

Für alle Bereiche gelten folgende Grundregeln:

  • Reparieren statt Wegwerfen
  • Gebraucht statt neu
  • Regional statt International
  • Ökologisch statt konventionell
  • Weniger statt mehr

Tipp 1: Ökostrom Anbieter

Der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter ist mit wenigen Klicks erfolgt und ein wichtiger Schritt. Preislich werden Sie kaum einen Unterschied merken. Dafür schützt Ökostrom das Klima und Sie davor, mit Ihrem Stromverbrauch weiter die Erderwärmung zu befeuern. Bei der Auswahl des passenden Anbieters setzen Sie am besten auf einen Anbieter, der nur regenerativen Strom anbietet. Eine gute Übersicht und Vergleichsmöglichkeit dazu bietet https://revolution-energy.com/

Viele konventionelle Stromanbieter bieten zwar Ökostrom-Tarife an, weil sich damit Kunden gewinnen lassen, haben aber de facto nichts mit der Produktion erneuerbarer Energie zu tun, sondern finanzieren weiter die Verbrennung fossiler Energieträger.

Tipp 2: Grüne Bank

Geld ist Macht – deswegen sollte Ihr Geld nicht auf den falschen Konten liegen. Was Banken mit ihrem Handeln anrichten können, wissen wir spätestens seit der Finanzkrise. Wechseln Sie deshalb zu einer Bank, die Ihr Geld in Projekte für eine nachhaltige Entwicklung investiert. Seit dem 18. September 2016 ist der Wechsel so einfach wie nie, denn Sie müssen sich nicht mehr selber um die Umstellung Ihrer Aufträge kümmern – das übernimmt Ihre Bank. Einen guten Vergleich von nachhaltigen Banken finden Sie hier.

Wer Geld anlegt, sollte sich auch über das Thema  Divestment Gedanken machen und seine Anlagen genau unter die Lupe nehmen. Viele Finanzprodukte sind in Geschäfte mit fossilen Brennstoffen, Rüstung, etc. involviert und schaden so Umwelt und Gesellschaft.

Tipp 3: Regional und saisonal einkaufen

Am nachhaltigsten sind Lebensmittel, die in Ihrer Region gerade Saison haben. Sie kommen ohne energieintensive Lagerung und Transporte aus. Produkte, die es nicht regional zu kaufen gibt, beziehen Sie am besten aus Fairtrade-Produktion. Wer zusätzlich auf Bio achtet, tut sich selbst und der Umwelt etwas Gutes. Ökolandbau schont den Boden, verzichtet auf und Genmanipulation und unterliegt strengen Vorgaben hinsichtlich der Verwendung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln.

Auch der Weg zum Einkaufen ist entscheidend: Per Pedes oder Rad zum Wochenmarkt ist besser als mit dem Auto zum Bio-Supermarkt. Und egal wo Sie einkaufen, verzichten Sie soweit möglich auf Verpackungen.

Hier finden Sie einen Saisonkalender für Obst & Gemüse.

Tipp 4: Fleisch und Fisch

Weniger ist mehr! Eine rein pflanzliche Kost ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Aber wer Fleisch ist, dem sollte bewusst sein: Die Herstellung verschlingt Unmengen an Ressourcen, oftmals unter verheerenden Bedingungen, was das Wohl der Tiere betrifft. Wenn Sie Fleisch kaufen, dann keine Produkte aus Massentierhaltung, sondern aus ökologischer Aufzucht in Ihrer Region. Auch Ihrer Gesundheit zuliebe: Bio-Fleisch und -Fisch kommen ohne große Mengen an Medikamenten aus.

Beim Kauf von Fisch gilt zudem: Viele Fischbestände sind überfischt oder kurz davor, die gängigen Fangmethoden schädigen das sensible Ökosystem. Setzen Sie deshalb auf Produkte aus nachhaltiger Fischerei. Eine gute Einkaufshilfe finden Sie hier.

Tipp 5: Wohnen und Leben

In den eigenen vier Wänden können Sie viel tun, um die Umwelt zu schützen. Dazu fünf Tipps, die immer funktionieren:

  • Viel Wasser lässt sich sparen, wenn Sie den Hahn beim Zähneputzen, Einseifen, Abwasch, etc. abdrehen. Duschen statt Baden, je kürzer und weniger heiß desto besser. Ein Durchlaufbegrenzer hilft Ihnen zusätzlich, weniger Wasser zu verbrauchen.
  • Wo es geht, sollten Sie Müll vermeiden, anfallenden Müll trennen und recyceln – oder Sie versuchen sich einmal am Upcycling und schenken alten Gegenständen ein zweites Leben.
  • Besonders viel Energie im Haushalt wird für das Raumklima verwendet. Versuchen Sie, Ihre Räume möglichst gemäßigt zu kühlen und heizen.
  • Der Kühlschrank verbraucht weniger Strom, wenn man die Temperatur richtig einstellt (8 Grad sind völlig ausreichend) und Leerräume vermeidet.
  • Und auch im Haushalt gilt: Bio ist besser. Verwenden Sie Reiniger, Waschmittel, Kosmetikprodukte etc. aus ökologischer Erzeugung.

Mehr Infos finden Sie unter www.die-stromsparinitiative.de, www.energiesparen-im-haushalt.de oder www.heizsparer.de.

Tipp 6: Elektrogeräte und Licht

Viele Elektrogeräte verbrauchen Strom, obwohl sie nicht laufen. Deshalb besser komplett ausschalten statt auf Stand-by schalten und Ladegeräte nach dem Ladevorgang vom Netz trennen. Tauschen Sie alte Leuchtmittel gegen LEDs, diese sind langlebig und energiesparend. Und – banal aber wirkungsvoll: Wenn Sie den Raum verlassen, schalten Sie das Licht aus. Üble Stromfresser sind alte Haushaltsgeräte. Prüfen Sie, inwieweit Sie diese durch energieeffiziente Geräte ersetzen können. Consumer Electronics wie Handy und PC hingegen nutzen wir oftmals viel zu kurz – es muss ja nicht jedes Jahr ein neues Gerät sein. So lassen sich schnell einige Kilowattstunden und Euros sparen.

Tipp 7: Nachhaltige Mobilität

Auch bei den Themen Reisen und Mobilität sollten Sie an die Umwelt denken.

Lassen Sie das Auto öfter mal stehen und bevorzugen Sie den öffentliche Nahverkehr, Car-Sharing oder das Fahrrad. Bei Fernreisen sollten Sie Bahn und Bus dem Auto oder Flugzeug vorziehen. Versuchen Sie, Ihre Flugreisen zu minimieren. Wenn Sie fliegen, schaffen Sie einen CO2-Ausgleich, z.B. über www.atmosfair.de oder www.myclimate.org. Wer nicht auf das Auto verzichten kann, sollte Elektromobilität in Betracht ziehen.

Tipp 8: Gesellschaftliches und politisches Engagement

Lasst uns mehr werden! Wenn 5% der Bevölkerung mitmachen und sich engagieren, können wir eine Transformation bewirken. Sind Sie dabei? Nehmen Sie an einer Veranstaltung, Demonstration, Menschenkette oder Unterschriftenaktion teil. Das kann sehr inspirierend sein, die Stimmung steckt an. Seien Sie kritisch: Schreiben Sie Leserbriefe, wenden Sie sich an Politiker, trauen Sie sich es zu sagen, wenn Ihnen etwas nicht gefällt. Tauschen Sie sich mit Freunden, Nachbarn, Kollegen aus, motivieren Sie sich gegenseitig. Helfen Sie anderen dabei, Gutes zu tun, indem Sie Umweltorganisationen und Kampagnen unterstützen. Und nutzen Sie Mitmach-Angebote für freiwilliges Engagement in ökologischen Projekten, z.B. www.bergwaldprojekt.de. Es lohnt sich!

Tipp 9: Teller statt Mülltonne

82 Kilo Lebensmittel wandern durchschnittlich pro Person und Jahr aus dem Kühlschrank direkt in die Mülltonne, mehr als 230 Euro fliegen dabei aus dem Fenster. Achten Sie darauf, möglichst wenige Lebensmittel wegzuwerfen. Hilfreich sind das geplante Einkaufen und sowie die Verwendung von Resten. Dazu kommt ein bewusster Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum – meistens sind die Produkte nach dessen Ablauf noch einwandfrei und genießbar. Vertrauen Sie einfach Ihren Augen und Ihrer Nase! Und verwechseln Sie es nicht mit dem Verbrauchsdatum, das schnell verderbliche Produkte wie Hackfleisch tragen. https://utopia.de/ratgeber/mindesthaltbarkeitsdatum-vergessen/

Tipp 10: Nachhaltiger Konsum

Viele Konsumgüter, die wir kaufen, werfen wir nach kürzester Zeit wieder weg. Vor allem Kleidung ist schnell aus der Mode und landet auf dem Müll. Deshalb gut überlegen, welche Teile man kauft – man muss nicht jeden Trend mitmachen. Besser auf hochwertige, langlebige Basics setzen, und diese geschickt kombinieren. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Unbedingt beim Kauf auch auf die Herstellung achten, denn ein Großteil wird unsere Kleidung unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt. Es gibt aber immer mehr faire und grüne Labels, die auf anständige Arbeitsbedingungen achten. Auch für andere bekannte Onlineshops, z.B. für Bücher, Möbel, Haushaltsgegenstände und alle anderen Waren gibt es gute Alternativen.

Und wenn es nicht unbedingt neu sein muss, lohnt sich ein Gang auf den Flohmarkt – beim gemütlichen Bummel lassen sich echte Schätze entdecken. Auch online gibt es mittlerweile zahlreiche Plattformen und Shops für Gebrauchtes, wo man zu einem günstigeren Preis oftmals neuwertige Dinge erstehen kann.

Tipp 11: Auf Gütesiegel achten

Gütesiegel können helfen, sich in der Masse unterschiedlicher Produkte zurechtzufinden und nachhaltige Produkte zu identifizieren. Sie geben Aufschluss über Herstell- und Produktionsbedingungen, die sich über das Produkt allein nicht in Erfahrung bringen lassen.

Es gibt sie für nahezu alle Produktkategorien, wie Lebensmittel, Textilien, Holz und Papier, Elektrogeräte, etc. Doch nicht alle Siegel sind gut, in der Flut von Kennzeichnungen gibt es auch wenig hilfreiche und aussagekräftige Siegel. Auf die Standards der Label kommt es an. Einen gute Orientierung inklusive Hintergrundinformationen finden Sie auf www.siegelklarheit.de

Tipp 12: Arbeit und Berufsleben

Nicht nur die Art und Weise wie wir leben ist entscheidend, sondern auch wie wir arbeiten. Aus eigener Erfahrung können wir Ihnen berichten: Es ist wahnsinnig erfüllend, wenn man das gute Gefühl hat, mit seiner Arbeit etwas Sinnvolles zu bewirken. Nimmt ihr Arbeitgeber seine gesellschaftliche Verantwortung wahr? Decken sich seine und Ihre Wertvorstellungen? Hinterfragen Sie ruhig – und ziehen Sie ggf. einen Wechsel zu einem nachhaltigen Arbeitgeber in Betracht. Oder Sie verwirklichen eine eigene grüne Idee…

Tipp 13: Eigenheim

Wer eine eigene Immobilie besitzt, sollte eine energetische Gebäudesanierung in Betracht ziehen. Sehr wirkungsvoll ist z.B. der Austausch veralteter Wärmepumpen. Aber auch die Nutzung von Sonnenenergie für Strom oder Warmwasser ist eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Investition. Die Möglichkeiten sind zahlreich und viele Maßnahmen werden staatlich gefördert. Wer ein neues Haus baut, tut dies am Besten im Passiv- oder Plusenergiehausstandard.

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