Trinkwasser für Fuerteventura

Auf der Atlantikinsel Fuerteventura ist Trinkwasser knapp. Mit Strom aus Dieselgeneratoren wird dafür Meerwasser entsalzt. Nun sollen Wind und Sonne saubere Energie liefern und zusätzliches Wasser für die Landwirtschaft erzeugen. Protect the Planet initiiert das Projekt Aguasol.

Eine energieeffiziente Wasserversorgung: notwendig für Umwelt und Landwirtschaft

Das Problem der Wasserversorgung auf Fuerteventura ist altbekannt und gravierend. Seit Jahrhunderten wird mehr Grundwasser benötigt, als durch Regenwasser geliefert werden kann. Der zunehmende Tourismus hat die Situation weiter verschärft. Der stetig sinkende Wasservorrat hat zu einer Wüstenbildung geführt. Lediglich zehn Prozent der Lebensmittel, die auf der Insel konsumiert werden, sind vor Ort erzeugt.

Fuerteventura als Sustainable Island: Die Vision einer Insel, die zum weltweiten Vorbild wird

„Die Idee einer Meerwasserentsalzung mit direkter Ankopplung an eine Windkraftanlage ist ein Pionierprojekt“

– Tony Gallardo, Director de la Reserva de la Biosfera Fuerteventura –

Die gegenwärtige Lösung: keine Lösung

Aktuell wird Meerwasser durch fossile Energien in Trinkwasser umgewandelt. Ein teurer und energieintensiver Prozess, für das ein Dieselkraftwerk den Strom liefert. Mit staatlich subventionierten Öl, gestützt von einflussreichen Interessengruppen. Der dabei verursachte CO2-Ausstoß und die Feinstaubbelastung bedeuten eine Gefahr für Mensch und Umwelt.

Die Zukunft: Trinkwasser aus Erneuerbaren

Wasser durch Erneuerbare Energien (EE) heißt die dringend benötigte Lösung und das erklärte Ziel, um Fuerteventura bald auf energieeffiziente und saubere Weise zu versorgen. Protect the Planet startete 2015 die Initiative Aguasol und unterstützt die Inselregierung bei dem Vorhaben:

  • die Wasserversorgung in mehreren Schritten zu 100% auf EE umzustellen. Eine erste Pilotanlage zeigt erfolgreich, dass dies möglich ist

  • die Bevölkerung dadurch mit mehr und günstigerem Trinkwasser versorgen

  • zugleich soviel Wasser zu produzieren, dass Teile der Insel begrünt und eine unabhängige landwirtschaftliche Produktion aufgebaut werden kann

Der aktuelle Stand: Windrad in Planung

In Puerto del Rosario wird die Meerwasser-Entsalzungsanlage mit einem 2 MW Windrad zur Energiegewinnung ausgestattet. Im April 2017 waren wir vor Ort, um mit dem Bürgermeister von Puerto del Rosario und anderen Beteiligten das weitere Vorgehen und die Zusammenarbeit zu besprechen. Im Zuge dieses Treffens wurde der Standort der geplanten Anlage besichtigt. Das Windrad ist ein erster Schritt, die Meerwasserentsalzung auf Fuerteventura und in Zukunft hoffentlich auch die Stromversorgung aus erneurbaren Energiequellen zu ermöglichen. Auf der Seite des Bürgermeisteramtes gibt es einen Artikel über unseren Besuch (auf Spanisch).

Trinkwasserprojekt Aguasol

Protect the Planet unterstützt Fuerteventura bei der 
Realisierung durch technisches Know-how und eigene 
Investitionen. Treibende Kraft dahinter ist die Unternehmerin 
Dorothea Sick-Thies, deren Vater bereits 1986 erfolgreich auf der Insel Meerwasser mit selbstgebauten 
Sonnenkollektoren entsalzt und gleichzeitig Pflanzen bewässert hat.

Trinkwasser aus Erneuerbaren Energien

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