Im bayerischen Eggelstetten in Nordschwaben entsteht Deutschlands erstes schwimmendes Solarkraftwerk in einem Baggersee. Das Projekt ist bislang einzigartig in der Bundesrepublik und könnte Vorbild sein für viele Nachfolgeprojekte, denn an Baggerseen und anderen geeigneten Gewässern mangelt es hierzulande nicht. Der Kreis Donau-Ries beispielsweise, in dem Eggelstetten liegt, verfügt allein über Baggerseen mit einer Gesamtfläche von über 400 Hektar. Eine Fläche, die selten anderweitig genutzt wird, sodass niemand gestört oder eingeschränkt würde. In Eggelstetten ist der Flächenverbrauch ohnehin minimal, die 32 schwimmenden Solarinseln, auf denen jeweils zehn Solarmodule angebracht werden, beanspruchen nur etwa 0,2 Prozent der Fläche des Sees. Die flachen, aus der Ferne kaum sichtbaren Inseln bestehen aus Beton, verankert werden sie an einem bereits bestehenden schwimmenden Kiesförderband. Dieses gehört zur angrenzenden Kiesgrube, das die Solarinseln in Zukunft mit grünem Strom versorgen sollen. 15 Prozent des Energiebedarfs des Kieswerks können mit den Solarmodulen gedeckt werden. Das spart 15.000 Liter Diesel pro Jahr. Bisher kommt ein Teil des Stroms für das Werk aus einem Dieselgenerator. Auch die Bewohner des Sees profitieren von den Solarinseln: In ihrem Schatten kühlt sich die Wassertemperatur etwas ab, sodass die Algenproduktion eingedämmt und der Abdunstung des Wassers vorgebeugt wird. Das Modell der Solarinseln hat sich außerhalb Deutschlands bereits bewährt: In der Nähe von London produzieren Solarinseln auf einem Trinkwasserspeicher Strom für 1.800 Haushalte. Mehr zu den Solarinseln in Eggelstetten erfahren Sie hier, mehr zu dem Solarkraftwerk in der Nähe von London hier.

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